Männerrunde Willsbach

Die letzte Seite

Kindliche Fürsorge
Weil der Vater eine anstecken­de Krankheit hat, darf der klei­ne Sohn nicht zu ihm. Abends betet er: „Lieber Gott! Mache doch meinen Vater wieder ge­sund. Aber - geh nicht so dicht ans Bett heran, damit du dich nicht ansteckst!"

 

Sprechstunde ...
Beobachtung in einer Straße: Bei jedem Haus will der etwa vierjährige Junge von seiner äl­teren Schwester wissen: „Und wer wohnt hier?" Geduldig gibt sie Antwort, indem sie die Namensschilder liest. Dann kommen sie an einer Kirche vorbei: „Und wer wohnt hier?" - „Der liebe Gott", antwortet das Mädchen. - „Nein, der wohnt doch im Himmel!" -„Ja, das schon. Er wohnt im Himmel, aber hier hat er seine Sprechstunde."

Persönliche Anrede
Klagen drei Frauen über den Rückgang des Kirchenbe­suchs. „In unserer Gemeinde sitzen manchmal nur dreißig Leute zusammen." „Das ist noch gar nichts, wir sind oft nur zu fünft." „In unserer Gemein­de ist es noch schlimmer", be­richtete die Dritte, „immer, wenn der Pfarrer sagt, .Gelieb­te Gemeinde', werde ich rot."

Was für Predigten wir brauchen ....
Ein amerikanischer Prediger versicherte: „Meine Herren Amtsbrüder, wir brauchen Predigten, bei denen die Leute aufwachen!" Ein älterer Kollege erwiderte trocken: „Zunächst brauchen wir Predigten, bei denen die Leute nicht einschlafen."

Einer weniger!
Der Pastor und Evangelist Everett Hullum schreibt: „Ehefrauen haben es so an sich, einen demütig zu erhal­ten. Eines Tages fragte ich meine Frau: »Schatz, weißt du, wie viele wirklich bedeutende Prediger es in Amerika gibt?' Sie antwortete: ,Nein. Aber ich weiß, dass es einen weniger gibt, als du denkst.'"

Höflich
John Wesley, der Begründer des Methodismus, hatte viele Gegner, denn seine Predigten und seine Forderungen nach völliger Heiligung des Lebens waren unangenehm oder für manche lächerlich. Als der Prediger einmal in Gedanken auf einem schmalen Weg un­terwegs war, kam ihm ein Lord entgegen, der zu Wesleys Geg­nern gehörte. Der Lord blieb betont scharf vor dem anderen stehen und sagte überheblich: „Ich gehe vor keinem Narren zur Seite!" Wesley trat darauf­hin betont höflich seitwärts, zog seinen Hut, lächelte freundlich und sagte: „Aber ich tue es gerne."

Weidmannsheil!
In einer Jägerzeitung war zu le­sen: Der Sonntag war regne­risch, nass und kalt, daher ging ich nicht in den Wald, sondern zur Kirche mit eiligem Schritt. Mein Sohn, gerade fünf Jahre alt, wollte unbedingt mit. Ehrfurchtsvoll lauscht er der Liturgie, sitzt neben mir still wie noch nie, bis vor der Pre­digt er sich zu mir neigt und flü­stert: „Schau, wie der Pastor jetzt auf den Hochsitz steigt."

„Wia bei me Korb..."
Eine Bäuerin aus dem Schwäbischen, so berichtete jüngst ein Gemeindebrief - Autor, kommt von der Kirche. Der kleine Enkel fragt sie, was der Pfarrer gesagt hat. Die Oma: „Des woiß i nemme." Der Enkel: „Warum gehst du dann überhaupt in die Kirche?" Die Oma: „Woischt, des isch wia bei me Korb. Wenn m'r Wasser nei schüttet, lauft's durch, aber d'r Korb wird sauber."

 

Gute Frage
Als Arthur Schopenhauer einmal in Dresden den botani­schen Garten besuchte, sprach ein Angestellter ihn an. Er hatte Schopenhauer dort stehen sehen, augenscheinlich in den Anblick einer bestimmten Pflanze versunken. »Wer sind Sie?«, fragte der Angestellte in der Annahme, der Besucher sei ein Fachmann.

Schopenhauer wandte sich langsam um und betrachtete den Mann eine Weile, bevor er antwortete. »Wenn Sie diese Frage für mich beantworten könnten«, sagte er schließlich, »wäre ich Ihnen ewig dankbar.«

Die Gaben
Rabbi Sussja Anipoli pflegte auf seinen Wanderungen von Ort zu Ort den Menschen zu sagen: »Ich fürchte mich nicht davor, keine Antwort zu finden, wenn ich nach meinem Tod vom Allmächtigen gefragt werde: >Sussja, warum warst du deinem Volk nicht ein so großer Führer wie Mose oder ein so feuriger Prophet wie Elija oder ein so berühmter Schriftgelehrter wie Rabbi Akiba?<

Aber ich fürchte, dass meine Worte verstummen, wenn ich gefragt werde: »Sussja, warum bist du nicht Sussja geworden? Warum hast du dich entfernt von dem Bild, nach dem ich dich geschaffen? Warum bist du mit deinen Anlagen und deinen Gaben dir so fremd, so unähnlich geworden?«

Martin Buber, 1878-1965

Sichtwinkel
Ein schielendes Huhn sah die ganze Welt etwas schief und glaubte daher, sie sei tatsächlich schief. Auch seine Mithühner und den Hahn sah es schief. Es lief immer schräg und stieß oft gegen die Wände. An einem windigen Tag ging es mit seinen Mithühnern am Turm von Pisa vorbei. »Schaut euch das an«, sagten die Hühner. »Der Wind hat diesen Turm schief geblasen.« Auch das schielende Huhn betrachtete den Turm und fand ihn völlig gerade. Es sagte nichts, dachte aber bei sich, dass die anderen Hühner womöglich schielten.

Luigi Malerba

Ob die Seele nachkommt
Ein europäischer Biologe hatte für eine Himalaja-Expedition eine Gruppe indischer Träger angeheuert. Der Forscher war in großer Eile, denn er wollte schnell an sein Ziel kommen.

Nachdem die Gruppe den ersten großen Pass überschritten hatte, erlaubte er ihnen eine kurze Rast. Nach einigen Minuten rief er aber wieder zum Aufbruch. Doch die indischen Träger blieben einfach auf dem Boden sitzen, als hätten sie ihn gar nicht gehört. Sie schwie­gen und ihr Blick war zu Boden gerichtet.

Als der Forscher die Inder erneut aufforderte weiterzugehen, schauten sie ihn verwundert an. Schließlich sagte einer: »Wir können nicht weitergehen. Wir müssen warten, bis unsere Seelen nachgekommen sind.«

Aus Indien

Fährt ein Mann mit seinem Smart zum Tanken vor. "Bitte einmal mit Benzin voll tanken!" Verblüfft schaut der Tankwart ihn an: "Was, der bekommt schon Benzin? Ich dachte, der Kleine wird noch gestillt …"

"Wie ging's dir bei der Führerscheinprüfung?" "Leider bin ich durchgefallen. Ich habe einen Geisterfahrer überholt."

"Herr Fahrlehrer, wie viel werde ich noch bis zur Prüfung brauchen?" - "Drei." - "Was, nur noch drei Fahrstunden?" - "Nicht Fahrstunden, Autos."

Ein Wunder, ein Wunder, ich kann wieder laufen!" - "Sind Sie Ihr Rheuma los?" - "Nein, aber meinen Führerschein!"

Ein Schweizer liegt im Krankenhaus, alle möglichen Knochen gebrochen. Sein Nachbar fragt ihn: "Wie haben Sie denn das gemacht?" Schweizer: "Jo, i bin Bärenjäger." Nachbar: "Und ... was ist passiert?" Schweizer: "I staand a einer klainen Höhle und sagte: Huchu Bärli. Jo un da kam ein kleiner Bär heraus, den habe ich laufe lassen!" Dann bin i zu aner mittelgroßen Höhle: Huchu Bärli, da kam a mittelgroßer Bär, aber immer noch zu klein! Dann bin i zu aner großen Höhle: Huchu Bärli ... Nachbar: " ... und dann?" Schweizer: "Dann kam der Alpen-Express ..."

Mitten in der Wüste sitzt ein Mann und spielt zauberhaft Geige. Ein Löwe umkreist ihn und legt sich nieder. Dann kommen noch zwei und legen sich ebenfalls hin. Nach einiger Zeit kommt ein vierter und frisst den Spieler auf. Oben in der Palme meint ein Affe zum anderen: "Ich habe es doch gesagt, wenn der Taube kommt, ist es mit der Musik vorbei..."
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Ein Mann sagt zum anderen: "Ich war in der Wüste, da kam ein Löwe und ich bin auf einen Baum geklettert." Da sagt der andere: "In der Wüste gibt es doch keine Bäume." Sagt der andere: "Das war in diesem Moment so etwas von egal."

Frau Müllers Geschirrspüler war kaputt. Deshalb rief sie einen Klempner, der sich für nächsten Vormittag ankündigte. Da sie zu dieser Zeit aber einen wichtigen Termin hatte, den sie nicht verschieben konnte, sagte sie ihm: "Ich lasse den Schlüssel unter der Türmatte. Reparieren Sie den Geschirrspüler und lassen Sie die Rechnung auf dem Küchentisch liegen. Übrigens brauchen Sie keine Angst vor meinem Hund zu haben, der tut Ihnen nichts. Aber auf keinen Fall, unter keinen Umständen, dürfen Sie mit dem Papagei sprechen!" Als der Klempner am nächsten Tag kam, fand er alles wie angekündigt vor, und tatsächlich war der Hund der größte und furchterregendste, den er je gesehen hatte. Doch er war ganz friedlich und beobachtete ihn ganz ruhig bei seiner Arbeit. Der Papagei hingegen bewarf ihn mit Nüssen, schrie, schimpfte und bedachte ihn ununterbrochen mit den übelsten Ausdrücken. Schließlich konnte sich der Klempner nicht mehr zurückhalten und er schrie: "Halt's Maul, du blöder, hässlicher Vogel!" Der Papagei antwortete: "Fass, Pluto!"

Ein Anästhesist, Internist, Psychologe, Chirurg und Pathologe machen zusammen Jagdurlaub. Es soll auf Entenjagd gehen. Am Himmel kommt ein Schwarm vorbei. Anästhesist: "Langer dünner Hals: schwer zu intubieren." Internist: "Das könnten Enten sein, aber ohne Differentialdiagnose?" Psychologe: "Na ja, sie sehen aus wie Enten, aber ob sie sich auch wie Enten fühlen?" Der Chirurg lädt durch und holt ein paar Tiere vom Himmel reicht sie dem Pathologen: "Schau mal nach, ob 'ne Ente dabei ist!"

 

Ein Radfahrer stellt sein Fahrrad ab. Weil er kein Schloss dabei hat, hängt er ein Schild dran: "Nicht stehlen! Gehört Mike Tyson!" Als er später zurückkommt, ist das Fahrrad weg, nur das Schild baumelt noch an einem Zaun. Darauf steht: "Verfolgung zwecklos! Jan Ullrich."

Eine alte Dame fragt einen Polizisten an der Ampel: "Würden Sie mir bitte über die Kreuzung helfen?" "Gern", erwidert der, "sobald die Ampel auf Grün steht." Darauf die Oma leicht erbost: "Na ja, bei Grün kann ich's auch allein!"

Der Unteroffizier zu den Rekruten: "Männer, ihr müsst dem Feind immer fest ins Auge sehen! Krause, was starren Sie mich so an?"

Ein Mann erhält die Mitteilung, dass er in wenigen Tagen sterben wird. Seine größte Sorge war aber nicht der bevorstehende Tod, sondern was aus seinem Geld werden würde. Nachdem er sein Herz bei Gott ausgeschüttet hatte, erlaubte dieser ausnahmsweise, einen Koffer in den Himmel mitbringen zu dürfen. Sofort tauschte der Mann sein ganzes Vermögen in Gold um und packte es in einen großen Koffer. Als er ein paar Tage später mit seinem dicken Koffer an der Himmelspforte steht, sagt der Türhüter: "So kommst du hier nicht hinein!" - "Doch, für meinen Koffer hab ich eine Sondergenehmigung von Gott erhalten!" - "Nun, dann zeig einmal, was du da eingepackt hast!" Daraufhin öffnet der Mann seinen Koffer und lächelt freudig, als er seine geliebten Goldbarren funkeln sieht. Der Türhüter schüttelt verständnislos den Kopf und sagt nur: "Pflastersteine?! Du hast Pflastersteine mitgebracht?!"

Ein Architekt macht einen Rundgang in einem Neubau und bespricht mit der künftigen Besitzerin, wie sie die Räume gestrichen haben möchte. Der erste Raum solle in einem hellen Blauton gestrichen werden. Der Architekt notiert das, geht zum Fenster, reißt es auf und schreit: "DAS GRÜNE NACH OBEN!"
Den zweiten Raum hätte die Frau gern in einem weichen Gelbton gestrichen. Der Architekt schreibt das wieder auf, geht wieder zum Fenster, reißt es wieder auf und schreit wieder: "DAS GRÜNE NACH OBEN!"
Das dritte Zimmer soll in einem warmen Rosé gestrichen werden. Auch hier notiert das der Architekt, geht gleich wieder zum Fenster, reißt es auf und schreit: "DAS GRÜNE NACH OBEN!"
Die Frau ist nun etwas durcheinander und fragt ihn schließlich: "Wieso rufen Sie dauernd 'Das Grüne nach oben'?" "Entschuldigen Sie bitte", antwortet dieser, "aber ich hab da draußen gerade eine Truppe Männer. Die verlegen gerade Ihren Rasen ..."